- Blog
- Was ist die Erdmandel (Tigernuss)
- Fachartikel und Studien
- Einfluss der Tigernuss auf die visuelle Funktion des Menschen
Einfluss der Tigernuss auf die visuelle Funktion des Menschen
Makuladegeneration (AMD)
Probleme mit der Makula, insbesondere mit dem Makulapigment, sind besonders gravierend. Die Makula (gelber Fleck) bildet den zentralen Teil der Netzhaut und ist funktionell für scharfes und detailreiches Sehen verantwortlich. Mit zunehmendem Alter kann es zu degenerativen Veränderungen kommen, was letztlich zum Verlust des zentralen Sehens führt. Dieser ungünstige Prozess ist die häufigste Ursache für Erblindung bei Menschen über 60 Jahren.
Die Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) umfasst sowohl traditionelle Methoden – wie regelmäßige Injektionen – als auch moderne Innovationen, darunter Gentherapien. Zunehmend konzentriert sich die Forschung jedoch auf natürliche Lösungen, die einen vielversprechenden Weg darstellen könnten. Deshalb rücken Nahrungsergänzungsmittel, Heilpflanzen und bestimmte Knollen, die potenziell die Augengesundheit unterstützen, immer mehr in den wissenschaftlichen Fokus.

Tigernuss vs. AMD
Auch die Tigernuss zählt inzwischen zu den vielversprechenden Kandidaten zur Vorbeugung von AMD. Aufgrund ihres reichen Gehalts an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien wird angenommen, dass sie das Sehvermögen schützt und verbessert. Im folgenden Abschnitt werfen wir einen Blick auf eine wissenschaftliche Studie der Generalitat Valenciana – Stiftung für Gesundheit und biomedizinische Forschung –, die den Einfluss des regelmäßigen Verzehrs von Tigernüssen auf die Sehschärfe untersucht.
Die dreimonatige Studie umfasste 30 Teilnehmer im Alter von 38 bis 51 Jahren, die täglich 30 g über Nacht eingeweichte Tigernüsse zu sich nahmen. Währenddessen verzichteten sie auf Horchata (Tigernussmilch), andere Nüsse sowie auf einen erhöhten Konsum von Roter Bete, Spinat, Brokkoli, Kürbis und Karotten.
Zu Beginn der Studie wurde bei jedem Teilnehmer ein Augencheck durchgeführt, bei dem die optische Dichte des Makulapigments in beiden Augen gemessen wurde.
Zusätzlich wurde jedem Teilnehmer eine Blutprobe entnommen und auf zwei Röhrchen aufgeteilt. Das erste Röhrchen diente der biochemischen Analyse (u. a. Gesamtcholesterin, Glukose, Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor, Harnsäure, Gesamtproteine). Das zweite wurde zur Bestimmung von Parametern des oxidativen Stresses verwendet – also zur Erfassung des Ungleichgewichts zwischen freien Radikalen und Antioxidantien im Organismus.
Nach drei Monaten wurden alle Untersuchungen wiederholt und mit den Anfangswerten verglichen.
Studienergebnisse
Makulapigment
Nach täglichem Verzehr von 30 g Tigernüssen über drei Monate zeigte sich bei allen Teilnehmern eine Erhöhung der Makulapigmentdichte in beiden Augen. Im Durchschnitt wurde ein Zuwachs von bis zu 50 % festgestellt – ein überzeugender Hinweis auf die positiven Effekte des regelmäßigen Konsums.
Blutwerte
Auch die Blutanalysen zeigten positive Veränderungen. Der Verzehr von Tigernüssen führte zu einem signifikanten Anstieg von Gesamtprotein und Kalzium sowie zu einer Reduktion von Cholesterin (−5 %) und Glukose (−6 %).
Oxidativer Stress
Darüber hinaus zeigte die Studie, dass der regelmäßige Verzehr von Tigernüssen die antioxidativen Schutzmechanismen im Blut der Teilnehmer deutlich verbessert und so oxidative Zellschäden reduziert.
Insgesamt zeigen die Studienergebnisse eine klare Zunahme des Makulapigments – vor allem durch die enthaltenen Carotinoide in der Tigernuss. Diese lagern sich in der Makula ab und schützen sie beispielsweise vor UV-Strahlung. Darüber hinaus stärkt der Verzehr von Tigernüssen die antioxidative Kapazität, was die Netzhaut vor oxidativem Stress schützt – sowohl durch äußere (z. B. Rauch, Umweltverschmutzung) als auch durch innere (biochemische Reaktionen) Faktoren.
Fazit
Die Tigernuss ist eine wertvolle Quelle für pflanzliches Eiweiß, antioxidative Vitamine und Carotinoide – Substanzen, die eine Schlüsselrolle für ganzheitliche Gesundheit spielen. Diese Inhaltsstoffe fördern nicht nur die Gesundheit der Makula, sondern sollten auch allgemein Teil einer ausgewogenen Ernährung sein – zum Wohl unserer Augen und unseres gesamten Organismus.
QUELLE: http://www.chufadevalencia.org/bd/archivos/archivo438.pdf